Leben wir in einem all-umspannenden Netzwerk Pädophiler Verbrecher?

Um den Lesern die Möglichkeit zu verschaffen, diese Frage zu beantworten, stellen wir nachfolgend einige Informationen zum „Tagesgeschehen“ zusammen.

Auf der Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/missbrauch-in-luegde-15-verdachtsfaelle-bei-polizei-in-nrw-a-1257549.html

Kinderpornografie und MissbrauchMindestens 15 Verdachtsfälle bei Polizei in NRW

Im Zuge der Ermittlungen zum Skandal von Lügde ist bekannt geworden, dass in NRW mehrere Polizisten des Kindesmissbrauchs verdächtigt wurden. Ein vorbestrafter Beamter ist weiter im Dienst.

Polizisten bei Durchsuchung auf Campingplatz

DPA

Polizisten bei Durchsuchung auf CampingplatzMittwoch, 13.03.2019   12:17 Uhr

Das Innenministerium von Nordrhein-Westfalen ist bei seinen Untersuchungen zum Polizeiskandal von Lügde landesweit auf 15 Fälle gestoßen, in denen Ermittlungen wegen Kindesmissbrauchs oder Kinderpornografie gegen Polizisten geführt wurden. Es habe sich um straf- oder disziplinarrechtliche Prüfungen gehandelt, sagte ein Ministeriumssprecher. Darunter sei auch der Fall eines Polizisten der Kreispolizeibehörde Lippe, der wegen Kinderpornografie vorbestraft ist.

Das Innenministerium hatte laut eigenen Angaben das zuständige Landesamt für Aus- und Fortbildung der Polizei (LAFP) beauftragt, nach solchen Fällen zu suchen. „Daraufhin hat das LAFP dem Ministerium in einer Erstauskunft über insgesamt 15 Fälle innerhalb der vergangenen zehn Jahre berichtet“, sagte der Sprecher. „In 14 dieser Fälle sind die betroffenen Beamten zwischenzeitlich entweder aus dem Dienst entfernt worden, vorläufig des Dienstes enthoben worden, mit einem Verbot der Führung der Dienstgeschäfte belegt worden oder sie befinden sich bereits im Ruhestand.“

Weiter im Dienst sei der vorbestrafte Polizist im Kreis Lippe. Dieser Fall war vergangene Woche bekannt geworden. Der Beamte war nach früheren Ministeriumsangaben im Jahr 2011 wegen des Besitzes und Beschaffens von Kinderpornografie verurteilt worden. Er arbeite weiter, „da ein Gericht eine Entfernung aus dem Dienst abgelehnt hatte“, sagte der Ministeriumssprecher.

Noch nicht ausgewertet worden seien die Polizisten, die beim Landeskriminalamt, Landesamt für zentrale Polizeiliche Dienste und LAFP selbst arbeiten. Dies sei aber nur noch ein Bruchteil der 42.000 Polizisten in NRW, hieß es beim Ministerium.

Missbrauch auf dem Campingplatz:

Missbrauch auf dem Campingplatz“Jetzt hab ich sie, jetzt bin ich der Papa“

Die Missbrauchsserie von Lügde war am 30. Januar bekannt geworden. Auf dem dortigen Campingplatz sollen über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren mindestens 31 Kinder im Alter zwischen vier und 13 Jahren missbraucht worden sein. Es gibt insgesamt sieben Verdächtige. Zuletzt waren bei einer Durchsuchung neue mögliche Beweismittel gefunden worden.

Der Fall hatte sich nach massiven Ermittlungspannen zu einem Polizeiskandal ausgeweitet. Bei internen Untersuchungen waren polizeiliche Sonderermittler auf einen Beamten gestoßen, der wegen Kinderpornografie vorbestraft ist.

Wegen Strafvereitelung im Amt, Verletzung der Fürsorgepflicht und anderen Vorwürfen wird gegen mehr als ein Dutzend Beschuldigte bei Behörden ermittelt, darunter zwei Polizisten und acht Jugendamtsmitarbeiter.

ala/dpa

Von der Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/luegde-die-fragwuerdige-rolle-der-jugendaemter-a-1251028.html

Missbrauch auf Campingplatz in NRWDie fragwürdige Rolle der Jugendämter

Wurden erste Hinweise auf sexuellen Missbrauch in Lügde nicht ernst genommen? Das Jugendamt gerät stärker unter Druck. Und auch das Vorgehen der Polizei wird überprüft.

Von Ansgar Siemens und Hendrik Ternieden

Campingplatz Eichwald

DPA

Campingplatz EichwaldDonnerstag, 31.01.2019   21:46 Uhr

Das Weltbild von Frank Schäfsmeier hat Risse bekommen in dieser Woche. Der 54-Jährige ist Chef des Campingplatzes im westfälischen Lügde. Ein Ort, der zur Chiffre geworden ist für einen Missbrauchsfall, dessen ganzes Ausmaß noch nicht absehbar ist – obwohl die Ermittler schon jetzt von rund tausend Einzeltaten ausgehen.

Drei Männer sitzen in Untersuchungshaft, darunter der mutmaßliche Haupttäter Andreas V. Seit 2008 soll er immer wieder Kinder missbraucht haben, darunter seine acht Jahre alte Pflegetochter. Laut Ermittlern ein Tatort: der Campingplatz, auf dem Andreas V. seit vielen Jahren lebte. Der arbeitslose Junggeselle galt als kinderlieb, als harmlos. „Niemand hier hätte sich das vorstellen können“, sagt Schäfsmeier am Donnerstag am Telefon.

Und doch spielt die Frage, ob Alarmsignale übersehen wurden, in den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Detmold eine wichtige Rolle. Denn offenbar gab es bereits 2016, dem Jahr, in dem Andreas V. das kleine Mädchen zu sich nahm, Hinweise auf möglichen sexuellen Missbrauch.

Wie konkret die Hinweise waren, wie ernst sie genommen wurden, warum sie keine Folgen hatten – all das müssen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zeigen. Schon jetzt entsteht jedoch der Eindruck, dass sich die beteiligten Jugendämter in der Beurteilung des Falls uneins waren; dass erste Stellungnahmen anscheinend nicht die ganze Wahrheit wiedergaben; und dass es möglicherweise nicht nur bei den Jugendämtern Versäumnisse gab, sondern vielleicht auch bei der Polizei.

Unsittlich berührt

Die Mutter des kleinen Mädchens lebt im Landkreis Hameln-Pyrmont, deshalb war das dortige Jugendamt zuständig. Die Frau habe sich Anfang 2016 gewünscht, das Kind bei Andreas V. in Pflege zu geben, sagt eine Sprecherin der Behörde. Man habe daher ein Prüfverfahren eingeleitet, sich auch die finanzielle Lage und die Wohnsituation von Andreas V. angeschaut.

Während dieser Prüfung, im August 2016, meldete sich der Familienvater Jens R. mit einem schweren Vorwurf bei der Polizei, so erzählt er es der „Lippischen Landeszeitung“. Seine beiden Töchter seien von Andreas V. unsittlich berührt worden.

Der Detmolder Oberstaatsanwalt Ralf Vetter bestätigt, dass sich ein Zeuge im August 2016 an die Polizei, das Jugendamt und den Kinderschutzbund wendete. Die Polizei habe den Hinweis an das Jugendamt Lippe weitergeleitet. Polizeiliche Ermittlungen habe es aber nicht gegeben. „Wir prüfen jetzt, ob die Polizei nicht weitere Schritte hätte einleiten müssen“, sagte Vetter.

In der Stellungnahme des Landkreises Lippe war am Mittwoch von einem Hinweis wegen sexuellen Missbrauchs keine Rede. Dort wurde nur ein Verdacht auf eine Verwahrlosung der Pflegetochter erwähnt, den man Ende 2016 „umgehend“ geprüft habe. Der Hinweis kam aus dem Jobcenter, das Andreas V. betreute. Das Ergebnis der Prüfung: Eine Verwahrlosung sei nicht zu erkennen, aber es bestehe eine latente Kindeswohlgefährdung. Man empfahl den Kollegen in Hameln ein anderes Wohnumfeld für das Kind.

Wohnwagen von Andreas V.

SPIEGEL ONLINE

Wohnwagen von Andreas V.

Diese Empfehlung hatte jedoch keine Konsequenzen: Andreas V. und das Mädchen lebten weiter auf der Parzelle. Das Jugendamt Hameln-Pyrmont sah darin offenbar kein Problem. „Die beiden hatten eine extrem hohe soziale Bindung“, sagt eine Sprecherin.

Der Leiter des Jugendamtes Lippe, Karl-Eitel John, kritisiert die Entscheidung. „Wir hätten das Kind nicht bei Andreas V. in Pflege gegeben“, sagt er dem SPIEGEL. Es habe sich nicht um eine „erziehungsfördernde Umgebung“ gehandelt. Man gebe Kinder in der Regel in intakte Familien.

Das klingt nach Schuldzuweisung. Die Staatsanwaltschaft Detmold ermittelt allerdings gegen Mitarbeiter beider Jugendämter, es geht um den Verdacht auf Verletzung der Fürsorge- oder Erziehungspflicht.

Die Sprecherin des Jugendamtes Hameln sagte, einen Hinweis auf sexuellen Missbrauch habe man in Zusammenhang mit Andreas V. nie erhalten. Dem Hinweis aus dem Jobcenter sei man gemeinsam mit den Kollegen aus Lippe nachgegangen. Doch möglicherweise ist auch dieser zweite Hinweis von Ende 2016 anders zu bewerten als bisher bekannt.

„Diese Anzeige bezog sich auf den Verdacht der Verwahrlosung eines Kindes – nicht eines möglichen Missbrauchs“, hieß es dazu in der Mitteilung des Landkreises Lippe.

Doch die Nachrichtenagentur dpa berichtet nun unter Berufung auf Staatsanwalt Vetter, es sei dabei um Äußerungen des Pflegevaters gegangen, die auf sexuellen Missbrauch des Kindes hindeuten konnten. Auch in diesem Fall habe die Polizei den Hinweis an das Jugendamt weitergegeben. Und auch diesmal habe es keine Ermittlungen oder einen Hinweis an die Staatsanwaltschaft gegeben.

Absperrung der Polizei

DPA

Absperrung der Polizei

So dauerte es bis zu einer Anzeige im November 2018, ehe die Pflegetochter in Sicherheit gebracht wurde. Und bis zum 6. Dezember, ehe Polizisten Andreas V. festnahmen.

Rund fünf Wochen später fassten sie einen 33-Jährigen, der gemeinsam mit ihm Kinder missbraucht und den Missbrauch auch gefilmt haben soll. Ein 48-Jähriger aus Stade soll Abnehmer des kinderpornografischen Materials gewesen sein. Insgesamt übergaben die Ermittler 13.000 Dateien an das Bundeskriminalamt. Sie gehen davon aus, dass es noch weitere Täter gibt.

Von der Seite: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/luegde-missbrauch-was-ueber-den-verdaechtigen-andreas-v-bekannt-ist-a-1250774.html

Missbrauchsfälle in NRW“Ich bin jetzt der Papa“

Jahrelang soll Andreas V. auf einem Campingplatz seine Pflegetochter und andere Kinder missbraucht haben. Laut Ermittlern bereitete er die Taten perfide vor. „Es ist kaum in Worte zu fassen“, sagt ein Polizist.

Von Hendrik TerniedenJens Witte und Jean-Pierre Ziegler, Lügde

Parzelle von Andreas V.

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Parzelle von Andreas V.Mittwoch, 30.01.2019   18:34 Uhr

So sah es hier wohl meistens aus: Der Wohnwagen mit der verdreckten weißen Außenwand, die Holzverschläge, der alte Kleiderschrank unter freiem Himmel, das Trampolin. Rund 150 Quadratmeter auf einem Campingplatz, an einem leichten Hang gelegen, umgeben von Eichen und Birken im Landkreis Lippe. Das Reich von Andreas V., 56 Jahre alt, arbeitslos, eine Pflegetochter, ein Hund.ANZEIGE

Eine unordentliche Parzelle. So heruntergekommen, dass die Nachbarn sich dem Chef der Anlage zufolge beschwerten. Dass bei Andreas V. offenbar viel schlimmere Dinge geschahen, davon ahnten die Nachbarn und der Betreiber wohl nichts.

Über einen Zeitraum von zehn Jahren soll Andreas V. in seiner Parzelle auf dem Campingplatz Kinder missbraucht und den Missbrauch auch gefilmt haben. Die Polizei nahm ihn am Nikolaustag 2018 fest. Am 10. und 11. Januar folgten zwei weitere Festnahmen: ein 33-Jähriger aus Steinheim bei Höxter und ein 48-Jähriger aus Stade in Niedersachsen.

Wohnwagen von Andreas V.

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Wohnwagen von Andreas V.

Alle drei Männer sitzen in Untersuchungshaft. Die Ermittler gehen von mehr als 1000 Einzeltaten aus, mindestens 23 Kinder im Alter von 4 bis 13 Jahren sollen missbraucht worden sein, überwiegend Mädchen. Der 48-Jährige aus Stade war laut Ermittlern Käufer des kinderpornografischen Materials. Er soll die beiden anderen Männer zu weiteren Taten angestiftet haben.

Die meisten Übergriffe geschahen offenbar seit 2016, denn seit dieser Zeit hatte Andreas V. eine Pflegetochter. Auch die heute Achtjährige soll er missbraucht haben. Und er soll über das Mädchen Kontakt zu anderen Kindern hergestellt haben, mit Ausflügen ins Schwimmbad zum Beispiel.

„Er hat eine Atmosphäre geschaffen, in der sich die Kinder zunächst wohlfühlten“, sagt Kriminalhauptkommissar Achim Tietz. „Es gab Belohnungen für gewisse Dinge. Alles mit dem Ziel, diese Straftaten zu begehen. Das ist kaum in Worte zu fassen.“

Der Fall erschüttert selbst erfahrene Ermittler. „Bei der Auswertung der sichergestellten Beweismittel und bei den Anhörungen der Kinder kamen perfide Einzelheiten zu Tage“, sagt Gunnar Weiß, Leiter der Ermittlungsgruppe „Campingplatz“. Sie würden ihn und die Kollegen „noch lange nach Dienstende beschäftigen“.

Blick auf Elbrinxen, einen Stadtteil von Lügde

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Blick auf Elbrinxen, einen Stadtteil von Lügde

Nach den Vergewaltigungsfällen in Staufen, die vor ziemlich genau einem Jahr bekannt wurden, tun sich nun erneut Abgründe in der deutschen Provinz auf. Wenn sich die Ermittlungen bestätigen, dann hatten im Lügder Fall die Missbrauchstäter und der Abnehmer der Videos keinen persönlichen Kontakt. Sie sollen sich über das Darknet ausgetauscht haben. Und ähnlich wie beim Staufener Fall muss auch die Rolle der Jugendämter überprüft werden, schon 2016 gab es Hinweise darauf, dass die heruntergekommene Parzelle auf dem Campingplatz möglicherweise nicht der richtige Wohnort für ein kleines Pflegekind sein könnte. Die Staatsanwaltschaft ermittelt bereits gegen mehrere Mitarbeiter der Behörde.

Frank Schäfsmeier, 54, kennt Andreas V. seit Langem. Ihm gehört der Campingplatz Eichwald. Er sah, wie Andreas V. mit seinen Eltern kam, vor gut 30 Jahren. Wie sie nach einem Urlaub auf dem Platz eine Parzelle erwarben, wie sie daraus einen Dauercampingplatz machten, den sie intensiv nutzten. Nach dem Tod der Mutter habe Andreas V. die Parzelle übernommen. Ab da sei es unordentlich geworden.

Frank Schäfsmeier

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Frank Schäfsmeier

Andreas V. sei davon abgesehen aber ein unauffälliger Typ gewesen. „Einer von vielen“, sagt Schäfsmeier. Vor einigen Jahren sei das Mädchen aufgetaucht. Andreas V. habe erst stundenweise auf das Kind aufgepasst, die Mutter, offenbar eine Verwandte, hatte wohl „eine schwierige Lebenssituation“, sagt Schäfsmeier.

2016 nahm Andreas V. das Kind in Obhut. „Ich bin jetzt der Papa“, habe er gesagt, erinnert sich Schäfsmeier. „Da war ich schon verwundert“, sagt der Campingplatz-Betreiber. „Er war einfach nicht der ordentlichste, seine Parzelle sah bedenklich aus.“

Bedenken gab es auch von anderer Seite. Ende 2016 wurde beim Jugendamt Kreis Lippe eine Kindeswohlgefährdung angezeigt – der Hinweis soll vom Jobcenter gekommen sein, das Andreas V. betreute. Laut einem Sprecher des Landkreises bezog sich der Hinweis jedoch auf eine mögliche Verwahrlosung des Kindes, nicht auf sexuellen Missbrauch. Das Jugendamt kam nach einer Prüfung zu dem Schluss, dass nicht von einem verwahrlosten Umfeld die Rede sein könne – und ließ das Mädchen in der Obhut von Andreas V.

Man habe empfohlen, die Wohnsituation auf Dauer zu verändern, heißt es in einer Mitteilung des Landkreises Lippe. Wegen des Wohnortes der Mutter sei das Jugendamt Hameln-Pyrmont zuständig gewesen, man habe in regelmäßigem Kontakt gestanden. „Die Rückmeldungen der Behörde, unter anderem durch das Jugendamt Hameln-Pyrmont, versicherten eine Verbesserung der Lebenssituation und lieferten keine Verdachtsmomente auf einen sexuellen Missbrauch“, heißt es in der Mitteilung. So lebten V. und das Mädchen weiter auf dem Campingplatz.

Andreas V. habe sich gut um das Mädchen gekümmert, habe ihr Schulhefte gekauft, sei zum Tanzkurs mit ihr gegangen oder zum Spielplatz geradelt, sagt Schäfsmeier. Nie habe es auf dem Campingplatz Gerüchte über Missbrauch gegeben.

Dass er sich um Kontakt zu anderen Kindern bemühte, fiel jedoch auf im Ort. Die Verkäuferin des letzten Supermarkts im Stadtteil Elbrinxen erzählt, V. habe einmal einen Zettel aufgehängt: Ponyreiten für Kinder habe er angeboten, seine Pflegetochter habe Pferde gehabt. Er habe sie auch direkt angesprochen, so die Verkäuferin, damit sie ihre Kunden auf das Angebot aufmerksam mache.

„Er hat auch Druck auf die Kinder aufgebaut“

Dass so lange niemand etwas mitbekam, lag laut Ermittlern auch am Vorgehen des Verdächtigen. „Er hat auch Druck auf die Kinder aufgebaut“, sagt der Detmolder Oberstaatsanwalt Ralf Vetter. „Er hat gedroht, dass etwas passieren würde, wenn man sich offenbare.“

Ende 2018 fiel dann doch etwas auf. Die Ermittler erhielten Hinweise auf den sexuellen Missbrauch einer Sechsjährigen, die mit der Pflegetochter von Andreas V. befreundet war. Der 56-Jährige wurde angezeigt. Noch am selben Tag, Mitte November, habe man gehandelt und die Pflegetochter von Andreas V. in Obhut genommen, teilte das Jugendamt mit.

Jakob Wendels* Tochter ging mit dem Pflegekind von Andreas V. in die Schule. Die Kinder seien befreundet gewesen. Andreas V. habe angeboten, mit den Mädchen ins Schwimmbad zu gehen oder zum Einkaufen nach Bad Pyrmont. Er habe immer angeboten, alles zu bezahlen. Doch da Wendel den Mann nicht gut kannte, habe er abgelehnt.ANZEIGE

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Trotzdem sei seine Tochter bei Andreas V. und dessen Pflegekind gewesen, um zu spielen. Seit den Enthüllungen ist er besorgt. Seine Frau überlege, zu einem Familientherapeuten zu gehen, der dem Mädchen alles erkläre.

Als die Pflegetochter von Andreas V. Anfang Dezember nicht mehr in die Schule kam, habe er Andreas V. noch eine SMS geschrieben. Eine Antwort habe er nie bekommen. Inzwischen weiß er auch, warum.

*Name geändert

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Autor: lichtblickevblog

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